Er ist 2,4 Kilometer lang und bis zu 530 Meter breit und ganzjährig Ziel von Joggern, Spaziergängern und Inlineskatern, die hier ihre Runden auf der sechs Kilometer langen Laufstrecke drehen. Regelmäßig finden hier sportliche Wettkämpfe wie der Maschseelauf, der B2Run für Unternehmen aus Hannover und der Region oder der Maschsee-Triathlon statt.

Im Sommer tummeln sich die Badelustigen im Strandbad Maschsee und dem benachbarten Aspria Spa- und Sport-Club. Mit seiner mittleren Tiefe von zwei Metern benötigt der See im Sommer nicht lange, um angenehme Badetemperaturen zu erreichen. Die geringe Tiefe sorgt in manchem Winter auch für ein besonderes Vergnügen. Bei einer anhaltenden Frostperiode warten viele Hannoveraner sehnsüchtig darauf, dass am Nordufer die städtische Fahne gehisst wird, denn das bedeutet, dass die Eisdicke jetzt 13 Zentimeter beträgt – und das Eis ab jetzt betreten werden kann.

Dann trifft sich halb Hannover dort, ein Vergnügen, das leider nur alle paar Jahre stattfindet. Ist der See eisfrei, kann man ihn mit den Linienschiffen der städtischen Verkehrsgesellschaft Üstra befahren oder man schaut in einem der zahlreichen Kanu-, Ruder- und Segelclubs am Ufer vorbei. Ein Höhepunkt ist zudem das jährliche Drachenboot-Festival.

Entstanden als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme

Der Maschsee ist ein künstlich angelegtes Gewässer, geplant schon Anfang des 20. Jahrhunderts, später als Propagandamaßnahme der NSDAP genutzt. Durch ihn sollte das Hochwasserbett der Ihme gedämmt werden. Zudem versprach man sich vom Anlegen einen Rückgang der immens hohen Arbeitslosenzahlen zu Beginn der 30er Jahre. Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme schufteten Tausende Arbeiter zwischen 1934 bis zur Einweihung 1936 für wenig Lohn und bewegten unter anderem fast 800.000 Kubikmeter Boden.

Party, Party, Party

Die Umstände der Entstehung sind nicht vergessen, heute verbinden die meisten Menschen den Namen Maschsee aber auch mit etwas anderem: Drei Wochen Party pur. Zwischen Juli und August findet hier das Maschseefest statt, mit rund zwei Millionen Besuchern eines der größten Feste Norddeutschlands. Und wenn bei seinem alljährlichen Konzert Lotto King Karl die Hannover-96-Hymne „Alte Liebe“ anstimmt, dann möchten nicht nur Hannoveraner nirgendwo anders sein als hier am See, mitten in der Stadt.

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